Die Aussteuerungsreserve anheben

Häufige Beschwerden von Hörsystem-Trägern betreffen Verzerrungen und „Spitzenbeschneidung“ bei lauten Tönen. Zum Glück gibt es eine Lösung und die betrifft die Aussteuerungsreserve.
Aussteuerungsreserve kann als „Restdynamikbereich eines Hörsystems definiert werden, ausgedrückt als Differenz in dB SPL zwischen einer gegebenen Ausgangsleistung (wie der Verstärkung in den Benutzereinstellungen) und dem Sättigungspegel des Geräts“*. Für Laien ist es die Lautstärkereserve, die ein Hörsystem bietet, bevor Spitzenbeschneidungen und Verzerrungen auftreten.

„Es ist der Bereich zwischen den leisesten Signalen, die übertragen werden können, und den lautesten,” sagt Dr. Marshall Chasin, Director of Auditory Research an der Musicians' Clinics of Canada. „Bei modernen Hörsystemen bezeichnet das Problem der fehlenden Aussteuerungsreserve die fehlende Fähigkeit von Hörsystemen, laute Signale wie in Musik zu übertragen.”

Das Verzerrungsproblem
Aus diesem Grund können besonders Musiker, die regelmässig stark schwankenden Schallpegeln ausgesetzt sind, von einer grösseren Aussteuerungsreserve profitieren. „Bei einer zu geringen Aussteuerungsreserve können die lauteren Musikanteile Verzerrungen verursachen, die oft nicht beseitigt werden können”, sagt Chasin.

Ironischerweise hat moderne Technologie dieses Problem eher geschaffen, statt es zu lösen. Chasin sagt, dass analoge Hörsysteme aus den Achtzigern keine Spitzenbeschneidungen kannten. Verzerrungen traten aber mit dem Übergang zu digitalen Audiosignalen auf.

“Wir haben alle schon Bilder von Trucks oder Doppeldeckerbussen gesehen, denen die Dächer abgerissen wurden, als sie versuchten, unter einer zu niedrigen Brücke durchzufahren”, sagt Chasin. “Bei Musik ist das auch so. Ein ‘Musikprogramm’ bietet keinen Vorteil, wenn die Aussteuerungsreserve zu knapp bemessen wird.”
Die natürliche Lösung
Chasin hebt hervor, dass mehr Aussteuerungsreserve nicht nur für Profimusiker wichtig ist, sondern für jeden, der Musik hören möchte. Auch die eigene Sprache kann bei zu hoher Lautstärke Verzerrungen verursachen. Bei aktuellen Hörsystemen besteht ein Weg zur Bekämpfung von Verzerrungen darin, die Lautstärke des Eingangssignals wie einer Stereoanlage oder eines Fernsehgeräts zu senken und die Lautstärke des Hörsystems zu erhöhen. Ein Hörsystem-Träger kann sich so erfolgreich „unter der Aussteuerungsbrücke ducken“ und Verzerrungen vermeiden. Dies ergibt aber nicht den natürlichsten bzw. komfortabelsten Klang.
Eine andere Lösung des Problems schliesst die Entwicklung von Mikrofonen ein, die weniger empfindlich bei tieffrequenten Tönen sind und dem Gerät ein Signal vortäuschen, das innerhalb seines Betriebsbereichs ist. Aber auch diese Lösung bringt einen eher künstlichen und weniger transparenten Klang.
Kein Hörsystem kann eine grenzenlose Aussteuerungsreserve für sich beanspruchen, eine neue Generation digitaler Hörsysteme kommt ihr aber schon ziemlich nahe. Diese Geräte heben die „tief hängende Brücke“ wirksam an und bieten mit mehr Aussteuerungsreserve einen noch transparenteren Klang. Diese Hörsysteme heben den 95 dB Grenzwert moderner Hörsysteme auf bis zu 111 dB SPL an, einen Wert, der in fast jeder Umgebung einen klaren Klang ermöglichen kann.
* Stach, Brad A. Comprehensive Dictionary of Audiology, Illustrated. Clifton Park, NY: Thomson/Delmar Learning, 2003. Gedruckt.

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