DIGITALE PINNA

Nachbildung des natürlichen Pinnaeffekts zur Verbesserung der Vorn-hinten-Lokalisierung der Hörsystem-Träger.

Das Ohr hat einige natürliche Richtcharakteristiken, die hauptsächlich auf das Vorhandensein und die Form der Pinna (Aussenohr) zurückzuführen sind. Diese Pinnaeffekte sind besonders bei Frequenzen zwischen 2 und 8 kHz wichtig, um zu erkennen, ob Signale von vorn oder von hinten kommen.
Ein Beispiel ist der natürliche Pinnaeffekt.  Schallsignale, die von vorne kommen, treffen nahezu direkt auf den Gehörgang, während Schallsignale von hinten von der Pinna behindert und somit gedämpft werden, bevor sie den Gehörgang erreichen.
Dieser Pinnaeffekt ist im Frequenzbereich zwischen 2 und 5 kHz am stärksten, wobei Schallsignale von hinten im Verhältnis zu Signalen von vorne um 3 bis 4 dB gedämpft werden.  Diese natürliche Differenz von 3–4 dB wird vom Hörer genutzt, um zu bestimmen, ob sich eine Schallquelle vor oder hinter ihm befindet.
Die Mikrofonposition kann die Vorn-hinten-Lokalisierung des Hörsystem-Trägers beeinträchtigen. Besonders HdO-Hörsysteme, bei denen sich die Mikrofone hinter der Pinna befinden, erhalten den natürlichen Pinnaeffekt nicht, und der Hörsystem-Träger verliert somit die Fähigkeit der Vorn-hinten-Lokalisierung.
Die durchschnittliche Schattenwirkung der Ohrmuschel. Verglichen mit Signalen von vorne werden Signale von hinten um 3–4 dB gedämpft.

Die Digitale Pinna bildet den natürlichen Pinnaeffekt nach

In HdO-Systemen mit digitaler Pinna wird der natürliche Pinnaeffekt durch eine Verengung am adaptiven Mikrofonsystem simuliert.
So kann die natürliche Dämpfung von hinten einfallender Schallsignale nachgebildet werden, indem die Frequenzbänder oberhalb 2 kHz (Bänder 10–15) in den fest direktionalen Modus gesetzt werden (d. h. in die hyperkardioide Charakteristik, die Schallsignale von vorne auffängt und die meisten Schallsignale von hinten und von den Seiten ausschliesst), wohingegen die unteren Bänder (1–9) im omnidirektionalen Modus belassen werden.
Das Mikrofonsystem in Hörsystemen mit digitaler Pinna bleibt adaptiv, wenn die digitale Pinna aktiviert ist. In ruhigen Hörumgebungen sind die unteren Bänder (1-9) im omnidirektionalen Modus, während die oberen Bänder (10-15) wie oben beschrieben im hyperkardioiden Modus sind.
In Situationen mit Störlärm kann der Mikrofonmodus der unteren Bänder jede Charakteristik von omnidirektional bis bipolar annehmen, während die oberen Bänder von hyperkardioid zu bipolar wechseln können, um die bestmögliche Sprachverständlichkeit zu bieten.

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