JOE KITTINGER - LEBEN IN VOLLER LAUTSTÄRKE

Joe Kittinger ist vielen als der erste Mensch bekannt, der aus der Erd-Stratosphäre abgesprungen ist. Wenig ist hingegen über seine lärmbedingte Hörminderung bekannt.
Sein Leben als Kampfjetpilot, Ballonfahrer und Fallschirmspringer ist für Joe Kittinger nicht ganz schmerzlos verlaufen. Früh in seiner Karriere erlitt er eine geringfügige Kopfverletzung bei einer Notlandung seines Heliumballons in einem Schneesturm. Ein Jahrzehnt später verlor er fast ein Bein aufgrund einer während seiner Kriegsgefangenschaft in Vietnam unbehandelten Wunde. Nach seiner Militärzeit brach er sich den Arm, als er bei einer Ballonwettfahrt auf einer einsamen Insel notlanden musste. Diese sichtbaren Wunden sind schliesslich verheilt, aber nicht für alle Leiden Kittingers gab es eine schnelle Kur. Über Jahrzehnte litt Kittinger an einer der häufigsten unsichtbaren Verletzungen von Soldaten, an lärmbedingter Hörminderung. Zum Glück haben es ihm seine Hörsysteme ermöglicht, sein Restgehör zu nutzen.

Ein grosser Sprung
Kittinger wurde vor allem durch Excelsior III bekannt, ein im Jahr 1960 vom US-Militär gefördertes Projekt. In dessen Rahmen sprang er aus einem 31 km über der Erde schwebenden Ballon, um die Effektivität eines für Notausstiege in grossen Höhen konzipierten Fallschirmsystems zu testen. Solch ein Projekt würde sogar den erfahrensten Fallschirmspringern den Angstschweiss auf die Stirn treiben. Glücklicherweise ist Kittinger niemand, der sich schnell fürchtet.

„So sah mein Berufsalltag eben aus” sagt er. „Ich war daran gewöhnt, unter stressigen Bedingungen zu arbeiten. Ich musste mich auf das konzentrieren, was vor mir lag, und gut vorbereitet sein.“

Was für Kittinger nur ein weiterer gewöhnlicher Arbeitstag war, ging als höchster Fallschirmsprung in die Geschichtsbücher ein – ein Rekord, der erst im Oktober 2012 gebrochen wurde. Für Kittinger war dieser Sprung nur der Anfang. Er arbeitete fast 30 Jahre lang für die United States Air Force, absolvierte drei Kampfeinsätze in Vietnam und verbrachte elf Monate in Kriegsgefangenschaft. 1984 stellte er als erster Mensch, der alleine in einem Gasballon den Atlantik überquerte, einen weiteren Weltrekord auf.
Ein lautes Leben - ohne Gehörschutz
Das Leben war für Kittinger stets ein grosses Abenteuer – und noch dazu ein sehr lautes. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere flog er mehr als 20 Stunden pro Woche Kampfjets; und immer ohne Gehörschutz.

„Ich bin 29 Jahre lang Jets geflogen. Das ist der Grund, weshalb ich mein Gehör verloren habe“, sagt er. „Es war ein extrem lautes Arbeitsumfeld und wir haben niemals Kopfhörer oder einen Gehörschutz getragen.

Mit 45 stellte Kittinger fest, dass er hohe Töne nicht mehr so gut wie früher hören konnte. Viele Jahre lang konnte er das einfach ignorieren. Die Hörminderung wurde in den nächsten Jahren schlimmer, aber er trug sein Leiden schweigend. Erst mit 70 erhielt Kittinger sein erstes Hörsystem.
Wahrscheinlich lag es an meinem Ego. Ich habe das so lange vor mir hergeschoben, bis ich nicht mehr funktionieren konnte. Als ich die Hörsysteme dann schliesslich bekam, bereute ich, dass ich sie nicht schon früher getragen hatte.
Joe Kittinger
In Schwung bleiben
Seine Hörsysteme haben es Kittinger ermöglicht, auch noch mit über 80 berufstätig zu bleiben. Kittinger unterschrieb 2008 einen Vertrag bei Red Bull Stratos, einem Projekt, das die Leistungsfähigkeit von für grosse Höhen konstruierten Fallschirmen und Druckanzügen erforschen sollte, die für Notrettungen aus der Stratosphäre gebraucht werden. Dort war er als Mentor für Felix Baumgartner tätig, einen 43-jährigen österreichischen Fallschirmspringer, der als Springer des Projekts ausgewählt worden war.

“Ich war der einzige Mensch mit Erfahrung, mit dem Felix sprechen konnte, weil ich der einzige Mensch vor ihm war, der so etwas schon einmal getan hatte“, so Kittinger.

Am 14. Oktober 2012 war es soweit: Felix sass in einer Kapsel, an der ein gigantischer Heliumballon befestigt war, und begann mit dem Aufstieg in die Stratosphäre. Im Zentrum der Einsatzleitung sass Kittinger, der ständig mit Felix in Kontakt stand, ihm Anweisungen und Zuspruch gab. Diese Rolle verlangte Kittingers volle Aufmerksamkeit und schnelles Denken. Vor allem aber war es wichtig, dass er alles hörte.

„Ohne meine Hörsysteme hätte ich nicht arbeiten können“, sagt er. „Mit ihnen konnte ich problemlos kommunizieren.“

Jetzt, wo das Red-Bull-Projekt abgeschlossen ist, sollte man meinen, der mittlerweile 84-jährige Kittinger liesse es endlich etwas langsamer angehen. Doch weit gefehlt.

„Ich suche nach einem neuen Abenteuer. Ich liebe Herausforderungen und die Arbeit mit Forschungsprogrammen“, so seine Motivation. „Noch habe ich dieses Abenteuer nicht gefunden, aber ich halte die Augen offen.“

UNIQUE VERSCHIEBT DIE GRENZEN

UNIQUE ist einzigartig – es glänzt mit komplett neuen Features, einschließlich 4 A/D-Wandlern für eine unglaublich breite Eingangsdynamik, einer Geräuschklassifizierung für intelligentes Hören und einer Windgeräuschunterdrückung, die Störungen durch Windgeräusche dramatisch reduziert.

Haben Sie Fragen zu unseren Produkten und Leistungen?

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf

Kontakt

Unser Kundenservice beantwortet gerne Ihre Anfragen.

Rufen Sie uns unter TEL. **043 233 42 42** an oder klicken Sie unten auf:Kontakt

Land wählen

Widex Hörgeräte AG

Hertistrasse 21
Postfach
8304 Wallisellen

Tel.: 043 233 42 42
Fax: 043 233 42 43
E-Mail: info@widex.ch